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09.03.2020

Krankenkasse muss Gebühren für Rettungsfahrt erstatten

Auch wenn nach einem Krankentransport nicht unmittelbar eine Behandlung in der Notaufnahme erfolgt, muss die Kasse die Kosten tragen.

 

Ein Mann war aufgrund einer Blutzuckerentgleisung zu Hause zusammen gebrochen und mit dem Rettungsdienst in die Notaufnahme des n�chstgelegenen Krankenhauses bef�rdert worden. Behandelt wurde er dort allerdings erst, nachdem er zuvor vom ambulanten Notdienst neben der Notaufnahme untersucht worden war. Nach der Normalisierung der Blutzuckerwerte wurde der Mann um 00:30 Uhr nach Hause entlassen.

Die Krankenkasse wollte im Nachgang Geb�hren in H�he von rund 400 Euro f�r den Transport nicht erstatten, da keine �rztliche Verordnung f�r den Transport vorgelegen habe.

Einsatzprotokoll gibt eindeutigen Aufschluss

Zu Unrecht, wie die Richter am Sozialgericht Detmold mit Urteil vom 05.11.2019 (Az. S 5 KR 460/16) befanden. Die Krankenkasse m�sse die Kosten der Rettungsfahrt zum Krankenhaus abz�glich der Zuzahlung durch den Versicherten �bernehmen, auch wenn im Anschluss an die Rettungsfahrt zun�chst eine ambulante Behandlung stattgefunden hat.

Aus dem Einsatzprotokoll des Rettungsdienstes ergebe sich eindeutig, dass die Fahrt mit dem Ziel einer Behandlung in der Notaufnahme durchgef�hrt wurde, hie� es in der Begr�ndung. Dass die �rztliche Untersuchung nicht durch die Ärztinnen und Ärzte in der zentralen Notaufnahme erfolgt ist, sondern durch den ambulanten Notdienst, k�nne nicht dazu f�hren, eine Rettungsfahrt mit dem Ziel einer ambulanten Behandlung anzunehmen.

(SG Detmold / STB Web)