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05.05.2015

Methylphenidat-Verbrauch 2014 erneut zurückgegangen

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilt, ist der Verbrauch von Methylphenidat zur Behandlung von ADHS in Deutschland 2014 erneut zurückgegangen. Mit 1716 kg wurden rund 5 Prozent weniger verbraucht als im Vorjahr. Nach dem Höchststand von 1839 kg im Jahr 2012 war der Verbrauch 2013 erstmals nach 20 Jahren um knapp 2 Prozent auf 1803 kg gesunken.

 

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Methylphenidat sind zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) zugelassen. Von 2002 bis 2012 hatte sich der Verbrauch verdreifacht. Die Zulassung von Methylphenidat für die Behandlung Erwachsener im April 2011 hatte sich nur unwesentlich auf den Verbrauch ausgewirkt.

2009 sind die Anwendungsbedingungen aufgrund der stark angestiegenen Verordnungszahlen in einem europäischen Risikobewertungsverfahren neu definiert worden. Danach dürfen Arzneimittel zur Behandlung der ADHS bei Kindern und Jugendlichen nur von Spezialisten für Verhaltensstörungen verordnet und unter deren Aufsicht angewendet werden. Bei der Diagnosestellung müssen medizinische und psychologische Aspekte sowie das soziale und das schulische Umfeld berücksichtigt werden.

Das BfArM begrüßt den rückläufigen Methylphenidat-Verbrauch. Zugleich müsse allerdings sichergestellt werden, dass Patientinnen und Patienten, bei denen nicht medikamentöse Maßnahmen keinen ausreichenden Behandlungserfolg zeigen und die von einer Behandlung mit Methylphenidat profitieren, der Zugang zu dieser Behandlungsoption ermöglicht wird.

(BfArM / STB Web)