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10.06.2014

Barmer GEK Arzneimittelreport 2014: Nicht alles Neue ist besser

Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Medikamente auf den Markt und Patienten setzen viele Hoffnungen in diese Präparate. Doch nicht alle Arzneimittel, die neu sind, sind tatsächlich besser, belegt der Barmer GEK Arzneimittelreport 2014.

 

20 bis 30 Prozent der Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung entfallen Jahr für Jahr auf sogenannte Me-too-Präparate oder Scheininnovationen. "Diese Arzneimittel sind überflüssig und teuer, und für die Patienten, die auf eine bessere Behandlung hoffen, haben sie keinen erkennbaren Mehrwert", kritisiert Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK.

Gutes Zeugnis für Amnog

Es sei sehr sinnvoll gewesen, mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (Amnog) einen Filter einzubauen, um echte Innovationen von Scheininnovationen zu trennen. Seit seinem Inkrafttreten vor drei Jahren gilt, dass für neue Arzneimittel mit nachweisbarem Zusatznutzen der Hersteller mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen einen Preis auszuhandeln hat. Hat es keinen Zusatznutzen, wird das Präparat automatisch einer Gruppe ähnlicher Medikamente zugeordnet, für die als Höchstpreis ein sogenannter Festbetrag festgelegt wird. "Das Amnog ist allen Kritikern zum Trotz keine Innovationsbremse", resümiert Schlenker. Das belege die aktuelle Drei-Jahres-Bilanz des Gemeinsamen Bundesausschusses. Demnach wurden rund 70 Präparate auf ihren Mehrnutzen gegenüber existierenden Präparaten überprüft, immerhin 14 wurde ein beträchtlicher Zusatznutzen bestätigt. Bei 23 Medikamenten sahen die Prüfer einen geringen, bei sechs einen nicht bestimmbaren Mehrwert.

Ergebnisse aus dem Barmer GEK Arzneimittelreport 2014

Im Jahr 2013 betrugen die Ausgaben pro männlichem Versicherten 441 Euro und pro weiblicher Versicherter 467 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen insgesamt haben laut Statistik mehr als 32 Milliarden für Arzneimittel ausgegeben, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 2,4 Prozent entspricht. Das sind rund 16 Prozent der Gesamtausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bereits jetzt fallen 13 Prozent der Arzneimittelausgaben auf Biopharmazeutika, also gentechnologisch hergestellte Arzneimittel, 2020 werden es voraussichtlich 21 Prozent sein. In 2012 wurden rund 5,5 Millionen Packungen Blutgerinnungshemmer verkauft. Fast 76 Prozent der Packungen entfielen auf seit langem verfügbare Wirkstoffe wie zum Beispiel Marcumar. Den größten Anteil am Umsatz hatte aber das Präparat Xarelto, das seinen Umsatz von 92,7 Millionen Euro 2012 auf 282,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr steigern konnte.

Den vollständigen Arzneimittelreport 2014 zum Download finden Sie hier.

(Barmer / STB Web)