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20.05.2014

Jeder Versicherte erhält 1,5 Arzneimittel am Tag

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass die von Ärzten verordneten Arzneimittelmengen kontinuierlich steigen und jeder gesetzlich Krankenversicherte im Jahr 2013 durchschnittlich 546 Tagesdosen Arzneimittel verbraucht hat.

 

Insgesamt 642 Millionen Arzneimittelpackungen haben die knapp 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen 2013 verordnet bekommen. In diesen Arzneimitteln waren 38,1 Milliarden Tagesdosen enthalten. Jeder Versicherte hat durchschnittlich 546 Tagesdosen verbraucht und somit täglich 1,5 Arzneimittel eingenommen. Von 2004 bis 2013 hat der Verbrauch pro Versichertem um 48,3 Prozent zugenommen, wobei der Verbrauch in den östlichen Bundesländern am höchsten ist. So werden beispielsweise an die Versicherten in Sachsen-Anhalt pro Kopf etwa 30 Prozent mehr Arzneimittel als im Bundesdurchschnitt verordnet. Diesen Effekt führt das WIdO darauf zurück, dass die Versicherten im Osten im Durchschnitt deutlich älter und in der Folge häufiger krank seien.

Volkskrankheiten tragen größten Anteil der Medikation

Am häufigsten werden laut WIdO-Analyse Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck verordnet. Diese Mittel machen mit 18,5 Milliarden fast die Hälfte (48,4 Prozent) aller verordneten Tagesdosen aus. Jeder Versicherte hat 2013 durchschnittlich 264 Tagesdosen dieser Wirkstoffe eingenommen. Ein Blick auf das Wirkstoffprofil des Jahres 2013 zeigt deutlich, dass die Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen oder Diabetes den größten Anteil in der Medikation einnehmen. So vereinigen die 20 meistverordneten Wirkstoffklassen mit ihren 856 einzelnen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffkombinationen bereits mehr als 87 Prozent aller verordneten Tagesdosen. 21,2 Prozent der im Jahr 2013 verordneten Tagesdosen entfielen allein auf die Bluthochdruckmittel der Wirkstoffklassen ACE-Hemmer und Sartane.

(WIdO / STB Web)