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19.11.2013

OLG Hamm entscheidet zur Arzthaftung bei Knie-OP

Ein Patient litt unter bleibenden Kniebeschwerden nach einer Umstellungsosteotomie. Die Richter hatten zu beurteilen, ob hierin ein ärztlicher Behandlungs- oder Aufklärungsfehler zu sehen war.

 

Ein unter schmerzhaften Kniebeschwerden leidender 52-jähriger Mann ließ eine Umstellungsosteotomie durchführen. Nach der Operation litt er weiterhin unter schmerzhaften Beeinträchtigungen des Kniegelenks, sodass er das Gelenk anderweitig erneut operativ behandeln ließ. Er war der Ansicht, die erste OP sei behandlungsfehlerhaft ohne Überkorrektur und ohne ausreichende Aufklärung ausgeführt worden. Grundsätzlich habe bei ihm eine OP mit einer Schlittenprothese und keine Umstellungsosteotomie durchgeführt werden müssen. Vom behandelnden Krankenhaus und von dem operierenden Arzt verlangte er Schadensersatz, u.a. ein Schmerzensgeld in Höhe von 25.000 €.

Betrachtung des Einzelfalls

Vor dem OLG Hamm hatte der Mann keinen Erfolg (Urteil vom 08.10.2013, Az. 26 U 61/12). Die Richter konnten keine behandlungsfehlerhaft oder ohne ausreichende Einwilligung durchgeführte OP feststellen. Eine in einem Kniegelenk durchgeführte Umstellungsosteotomie, nach der bei dem Patienten weiterhin Kniegelenksbeschwerden aufgetreten sind, ist nicht behandlungsfehlerhaft und nicht ohne ausreichende ärztliche Aufklärung durchgeführt worden, nur weil dem Patienten keine Operation mit einer Schlittenprothese empfohlen wurde. Ein solcher Eingriff führe zu einem größeren Eingriff in den natürlichen Knochen und das Gewebe und berge die Gefahr von Entzündungen. Bei Patienten im Alter des Klägers sei deswegen noch ein gelenkerhaltender Eingriff zu bevorzugen.

(OLG Hamm / STB Web)